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Buchvermarktung: Wie vermarkte ich mein Buch?

Dieser Artikel wurde am 06.07.2018 von let's find experts - Redaktion verfasst.

Tipps speziell für Trainer, Redner, Berater und Coaches

 

Die Buchvermarktung ist nicht nur eine Sache des Verlages, sondern auch der Autoren. Mit dem Vermarktungskonzept steht und fällt der Erfolg. Häufig denken Autoren, der Verlag mache das schon alles von alleine – das ist aber oft ein fataler Irrtum. Da insbesondere Trainer, Redner, Berater und Coaches Bücher schreiben, um später mehr Anfragen und Aufträge für ihre Leistungen zu bekommen, müssen sie sehr engagiert die Vermarktung ihres Buches – ggf. in Absprache mit dem Verlag - betreiben. Andernfalls ist das Risiko groß, dass es niemals zu einer zweiten Auflage und einem Imageaufbau, der zu höheren Stunden- und Tagessätzen führt, kommt.

 

Sollten Autoren die Wahl zwischen mehreren Verlagen haben, so sollte nicht unbedingt bei der Auswahl das Autorenhonorar die entscheidende Rolle spielen. Viel entscheidender ist der Ruf des Verlages bei der Zielgruppe des Buches sowie die Unterstützung beim Buchmarketing.

 

 

1. Mit der Buchvermarktung rechtzeitig anfangen

 

Es ist nicht erst mit dem Marketing anzufangen, wenn das Buch druckfrisch zuhause eingetroffen ist. Schon in der Entstehungsphase des Buches kann auf der eigenen Webseite auf dieses Projekt hingewiesen werden. Manch ein Webseitenbesucher wird seine E-Mail-Adresse hinterlassen, um bspw. am Entstehungsprozess teilhaben oder das Buch schon vorab bestellen zu können. Vielleicht können ja auch Newsletterempfänger zum Mitmachen animiert werden. Beispielsweise, indem sie von eigenen Erlebnissen berichten, die dann in dem Werk behandelt werden.

 

 

2. Pressemitteilungen nicht vergessen

 

Redaktionen bekommen eine Vielzahl von Pressemitteilungen. Warum ist gerade Ihr Werk für die Zielgruppe der jeweiligen Redaktion relevant? Bieten Sie dem Verlag nicht nur ein Rezensionsexemplar an, sondern auch Fachartikel zu dem Thema, mit welches sich Ihr Buch auseinandersetzt.

 

Wenn Sie als Selbstständiger wenige Kontakte zu Journalisten haben, dann prüfen Sie die Möglichkeit, mit einer PR-Agentur zusammenzuarbeiten. Aber PR-Agentur ist nicht PR-Agentur. Entscheidend ist, welche Kontakte sie zu den Medien hat. Fragen Sie also genau nach, welche Trainer, Redner, Berater und Coaches die Agentur gegenwärtig unterstützt (bzw. unterstützt hat.) Ein Gespräch mit diesen Kollegen kann helfen, mehr über die Qualität der Agentur zu erfahren.

 

Nutzen Sie auch die Suchfunktion auf diesem Portal, um geeignete PR-Agenturen zu finden.

 

 

3. Für die eigene Heimatregion sind Autoren oft interessant

 

Egal ob im lokalen Radio oder Fernsehen: Es ist deutlich leichter, dort mit seinem Buch Gehör zu finden, als beispielsweise bei den großen Fernsehsendern. Aber denken Sie daran: Warum sollte sich ein normaler Bürger (der die Zielgruppe der Radio- und Fernsehsender ist) für Ihr Thema interessieren? Hier hilft es, gegebenenfalls das eigene Thema zu „drehen“. Schreibt beispielsweise ein Trainer ein Buch darüber, wie man besser verkauft, dann interessiert dies den durchschnittlichen Fernsehzuschauer nicht. Berichtet dieser Trainer aber im Fernsehen, wie man sich vor unseriösen Verkäufern schützt, dann wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Buch in die Kamera halten dürfen, auch wenn es konkret um diese Thematik in seinem Werk nicht geht.

 

Also: Wie können Sie Ihr Thema schmackhaft für die Zielgruppe Ihrer favorisierten Medien machen?

 

 

4. Schlechte Rezensionen kommen von alleine – gute nicht

 

Kümmern Sie sich um viele Rezensionen, damit sich andere leichter für Ihr Werk entscheiden können. Denn oft läuft der Buchverkauf besser, wenn die Käufer wissen, dass auch schon viele andere das Buch gelesen haben – und es gut fanden.

 

Aber: Ausschließlich 25 Bewertungen mit je 5 Sternen machen stutzig, keine auch …

 

Denken Sie bitte auch daran, sich für jede Rezension über die Kommentarfunktion zu bedanken!

 

Folgende Portale bieten die Möglichkeit der Rezension an:

 

www.amazon.de

www.mayersche.de

www.buch7.de

www.thalia.de / www.buch.de / www.bol.de (Diese 3 gehören zusammen. Wird auf einem Portal etwas veröffentlicht, dann steht das auch auf den anderen beiden.)

www.bücher.de

www.kulturkaufhaus.buchhandlung.de

www.weltbild.de

 

Leider wissen viele „Freunde“ die Begeisterung von frischen Autoren auszunutzen. Plötzlich fragen sehr viele: „Oh, schenkst du mir ein Buch – ich rezensiere es dir auch!“ Leider bleibt dann oft die Rezension aus. Darum:

 

  • Entweder wirklich das Buch verschenken und nicht mit einer Rezension rechnen (das beugt Enttäuschungen vor.)
  • Das Buch niemandem verschenken, sondern nur verkaufen.
  • Das Buch unter Vorbehalt verschenken: „Gerne schenke ich dir mein Buch, allerdings musst du mir dann innerhalb von 2 Monaten eine Rezension schreiben. Wenn ich bis dahin von dir keine bekomme, schicke ich dir eine Rechnung. Einverstanden?“ (Für manche Autoren klingt das vielleicht sehr hart und respektlos, aber so manche andere haben schon 50 Bücher verschenkt, und nie eine Rezension bekommen … Da hätte man die Bücher auch besser einsetzen können.)

 

 

5. Youtube zur Buchvermarktung nutzen

 

Geben Sie auf Youtube ein paar Tipps und Ideen aus Ihrem Buch. Strahlt ein Fernsehsender ein Gespräch mit Ihnen aus, sollten Sie auch diesen Fragen, ob Sie das Video nutzen dürfen. Manchmal hilft hier ein kleiner Produktionskostenzuschuss.

 

Als Trainer, Redner, Berater oder Coach sollten Sie sowieso mehrere Filme auf Ihrer Webseite zeigen, damit potentielle Kunden wissen, wie Sie als Mensch „drauf“ sind und was Ihre Ansätze und Gedanken sind.

 

 

6. Buchvermarktung live: Vorträge on- und offline

 

Welches Publikum hat Interesse an Ihrem Thema? Wo könnten Sie als Buchautor einen Vortrag halten? Sicherlich gibt es ein paar Verbände und Vereine. Aber auch live über Facebook oder Youtube könnten Sie über die Inhalte Ihres Buches sprechen.

 

Das Thema Ihres Buches können Sie als Gesprächseinstieg für Ihre Akquise nutzen: „Ich habe ein Buch zum Thema x beim Verlag y gerade veröffentlicht. Das ist ja auch ein Thema, dass ihre Mitglieder beschäftigt. Und da dachte ich, ich rufe mal an, ob ich nicht mal dazu auf einer Ihrer nächsten Veranstaltungen einen Vortrag halten kann.“

 

 

7. Gewinne, Gewinne, Gewinne

 

Auch Leser und Zuschauer gewinnen gerne – und so freuen sich die Redaktionen, wenn sie ihrem Publikum etwas verlosen können. Bieten Sie somit Redaktionen nicht nur ein Rezensionsexemplar und einen Fachartikel dazu an, sondern auch die Möglichkeit auf Wunsch 3 Bücher zur Verlosung von Ihnen gestellt zu bekommen.

 

So manche nutzen auch Bücher (wenn auch nur E-Books) im Tausch gegen die E-Mail-Adresse. Sollte Ihr Buch also irgendwann vom Verlag nicht mehr verlegt werden, können Sie ja mal prüfen, ob Sie das Buch dann nicht auf dieser Art und Weise nutzen können.

 

 

8. Ermöglichen Sie Ihren Lesern „mehr“

 

Geben Sie in Ihrem Buch einen Hinweis auf eine spezielle Gruppe auf Facebook oder einen exklusiven Downloadbereich, damit Sie leichter mit Ihren Lesern in Kontakt treten können. Vielleicht können Sie ja auch ein paar Videos produzieren, wo Sie noch ein paar Fragen beantworten oder Ideen zur Umsetzung geben.

 

 

9. Papier ist geduldig …

 

Klären Sie im Autorenvertrag die Möglichkeit einer Hörbuchproduktion. Denn leider kommen viele nicht zum Lesen Ihres Buches. Aber im Auto oder bei anderen Tätigkeiten kann sich jeder Ihr Werk anhören – nahezu ohne Anstrengung und zusätzlichem Zeitaufwand. Die Hörbuchproduktion übernimmt dann in der Regel nicht der Verlag, aber Sie hätten dann die Rechte daran, dies tun zu dürfen.

 

 

10. Leseproben, um Lesern Sicherheit zu geben

 

Auch wenn 20 oder 30 Euro für ein Buch nicht viel Geld sind, zögern viele beim spontanen Kauf. Eine umfangreiche Leseprobe kann helfen, Ihren potentiellen Kunden mehr Sicherheit zu geben – oder wenigstens mal nach Ihrem Namen zu recherchieren. Manche Trainer, Redner, Berater und Coaches verteilen auch Miniatur-Ausgaben ihres Werkes auf Veranstaltungen.

 

 

11. Setzen Sie Ihr Buch bei der Neukundengewinnung und Preisverhandlung ein

 

  • Anstelle eines Bar-Rabattes lieber Bücher ohne Berechnung zusätzlich anbieten.
  • Bestehenden Kunden als kleinen Gruß ein Exemplar überreichen.
  • Ehemaligen Kunden ein Exemplar zur Erinnerung schicken.
  • Mit der Terminbestätigung zum Erstgespräch bei Neukunden ein Buch gleich mitschicken.
  • Bücher als Seminarunterlage verwenden.
  • Bücher nach Veranstaltung den Teilnehmern zum Kauf anbieten. Quittung nicht vergessen.
  • Kunden anbieten, das Buch für ihre Mitarbeiter zu kaufen und es ihnen zu schenken.

 

 

Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, als Trainer, Redner, Berater und Coach Bücher geschickt für die eigene Vermarktung einzusetzen. Was davon für Sie konkret funktioniert – und was nicht, kann Ihnen im Vorhinein leider niemand garantieren. Aber sehr oft werden nicht die besten Bücher Bestseller, sondern die mit der besten Buchvermarktung.