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Experten-Tipps

Wissenschaftscoaching - Was ist denn das?

Dieser Artikel wurde am 03.11.2019 verfasst von
Angelina Bockelbrink

Coaching gibt es in vielen Bereichen. Ganz unterschiedliche Angebote verstecken sich hinter dem Begriff. Wer sich gerade in einer komplizierten persönlichen Situation befindet, geht zum Personal Coach. Viele Firmen zahlen zumindest ihren Führungskräften regelmäßiges Businesscoaching für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Und ganz generell ist es in vielen Kreisen anerkannt, sich externe Hilfe durch einen Coach zu holen, wobei der Coachingbegriff recht unterschiedlich ausgelegt werden kann.



Wissenschaftscoaching ist Coaching im universitären Context


Die Begriffe "Wissenschaftscoaching" und "akademisches Coaching" werden meist synonym verwendet, da beide den Bezug zum universitären Arbeiten klar zum Ausdruck bringen. Während also nun die Zielgruppe recht klar benannt wird, bleibt noch viel Spielraum für die Methodik und Arbeitsweise des Coaches sowie die gesamte Zielstellung des Coachings.

Anlässe für ein Wissenschaftscoaching sind z.B. die Aufnahme einer wissenschaftlichen Tätigkeit, sei es im Rahmen einer Dissertation oder Masterthesis oder als akademischer Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt. Auch im Verlaufe einer Arbeit auftretende Schreibblockaden und Prüfungsängste oder auch Überforderung und Integration von wissenschaftlicher Tätigkeit und Familie sind Themen für ein Wissenschaftscoaching.

Ein guter Wissenschaftscoach bietet umfassende und fachkundige Unterstützung beim wissenschaftlichen Arbeiten und in der universitären Tätigkeit. Seine Methodik ist hierbei breit gefächert und umfasst Elemente von Beratung, Coaching und Training. Akademische Coaches sind in aller Regel selbst promoviert und /oder habilitiert und bringen solide Wissenschaftserfahrung mit. Das Angebot richtet sich an universitäre Wissenschaftler verschiedener oder manchmal auch nur einer Fachrichtung, an PromoventInnen, an ProfessorInnen oder auch an Studierende.



Beratung und Coaching für gute Wissenschaft


Akademisches Coaching verbindet vielfach fachlich-inhaltliche Beratung mit klassischem Coaching. Wenn eine wissenschaftliche Arbeit ins Stocken gerät oder gar nicht erfolgreich begonnen wird, kann das viele Ursachen haben, die sich vielfach gegenseitig beeinflussen. Fachliche Defizite oder strukturelle Schwächen können das wissenschaftliche Arbeiten genauso erschweren wie Schwierigkeiten im persönlichen Zeitmanagement oder private Stesssituationen. Je nach Schwerpunktsetzung bieten viele Wissenschaftscoaches deshalb auch noch weitere Leistungen an, wie Korrekturlesen und Lektorat, Schreibcoaching, Entscheidungscoaching, Stressmanagement oder Kolloquien und Seminare zu konkreten inhaltlichen Themen ihrer Zielgruppe.



Ghostwriting ist kein Wissenschaftscoaching


Unterschieden werden müssen hiervon in jedem Fall die sehr präsenten Angebote für Ghostwriting, die häufig auch unter dem Begriff "Wissenschaftscoaching" angeboten werden, beim zweiten Blick aber ziemlich klar nichts mit Coaching zu tun haben. Ganz allgemein kann man von einem Ghostwriter ein zu einem Wunschthema verfasstes Schriftstück erwerben, z.B. für ein Buch oder auch als Manuskript für eine Rede, wobei der tatsächliche Verfasser nicht genannt werden muss. Viele, gerne auch prominente Menschen bedienen sich der Leistung von Ghostwritern, vor allem wenn sie wissen, dass ihre eigenen schriftstellerischen Qualitäten nicht so gut sind wie gewünscht.


Von einem Ghostwriter, der seine Leistung unter dem Deckmantel des "Wissenschaftscoachings" anbietet, kann man eine mehr oder weniger hochwertige Abschluss- bzw- Qualifikationsarbeit als Ganzes oder in Teilen kaufen. Eine eigenständige Leistung erbringt man als Klient hier nicht. Wichtige Elemente einer Diplom-, Master- oder Doktorarbeit an jemanden anders zu delegieren ist allerdings verboten. Meinst muss man sogar an Eidesstatt versichern, dass man eine Arbeit selbstständig verfasst hat. Ein Verstoß gegen diese Versicherung kann auch noch zur nachträglichen Aberkennung des Titels führen.

Wenn man eine Arbeit oder zumindest den Großteil der Vorarbeiten kauft, bringt man sich damit außerdem um das erhebende Gefühl, selbst eine großartige Leistung erbracht zu haben, für die man nun den Lohn bzw. die Anerkennung erhält.



Hilfe zur Selbsthilfe auf Augenhöhe


Beim seriösen Wissenschaftscoaching hingegen erhält der Klient Hilfe zur Selbsthilfe, so dass er schneller, besser und stressfreier die eigene Arbeit erfolgreich abschließen kann. Diese persönliche und auch fachliche Unterstützung bei einer Arbeit ist völlig legal und entspricht dem, was ein guter Betreuer oder Doktorvater ebenfalls tut oder tun würde.

Die Leistung eines guten akademischen Coaches ist es, die KlientInnen mit Offenheit und Empathie bei Ihren eigenen wissenschaftlichen Zielen zu unterstützen. Neben persönlicher Integrität ist hierfür inhaltlich-fachliche Expertise erforderlich, schließlich ist meist nicht nur die Klärung konkreter Einzelfragen gefragt, sondern eine ganzheitliche Herangehensweise an komplexe Fragestellungen, die sich auf Basis eigener universitärer Berufserfahrung bedeutend leichter begreifen lassen.

Dr. Angelina Bockelbrink

Mein ganzheitliches Wissenschaftscoaching bietet allen Beschäftigten, Promovierenden und Studierenden der verschiedenen medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Fächer kompetente und einfühlsame Unterstützung zu allen Themen der wissenschaftliche Karriere und in allen Phasen der Promotions- b ...