Redner Souveränität: Wie reagiert man als Redner souverän?

Ob der Vortrag von einem Redner souverän ist, oder nicht, hängt entscheidend vom Zusammenspiel zwischen dem Inhalt des Vortrags, der Körpersprache als auch der Stimme zusammen. Kurz: Die Souveränität eines Redners leitet sich vom Gesamteindruck ab.


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Die Folien müssen gut und übersichtlich gestaltet sein, der Kommunikationsstil stimmen, die Technik funktionieren, der Vortrag vom Thema her passen ... Der Redner muss in der Lage sein, seinen Vortrag so zu halten, dass es ideal für sein Publikum ist. Dann ist der Redner souverän.

Doch damit ein Redner souverän agiert, braucht es Antworten auf folgende Fragen:
  1. Wie wird der Vortrag vorbereitet?
  2. Wann wird die Technik vor Ort eingerichtet und wann erfolgt die Probe?
  3. Wie wird die Anmoderation gestaltet?
  4. Mit welcher Aussage wird gestartet?
  5. Wie geht man als Redner mit Applaus, Lachen oder Störungen um?
  6. Welche Möglichkeiten werden genutzt, um mit dem Publikum in einen Dialog zu treten?
  7. Wie wird der Abgang von der Bühne gestaltet und zur Abmoderation übergeben?

Schnell wird klar, dass ein souveräner Auftritt nicht nur vom Vortrag alleine abhängt, sondern dass es eine ganze Reihe anderer Faktoren gibt, auf man auch im Vorfeld Einfluss nehmen kann.


1. Worauf kommt es VOR dem Vortrag an?

Wie heißt es so schön, Vorbereitung ist alles. Grundsätzlich sollte man als Referent auf alle nur denkbaren Probleme vorbereiten sein, so dass man im Falle eines Falles trotzdem seinen Beitrag abliefern kann. Konkret bedeutet es, dass man hier auch auf technische Ausfälle vorbereitet sein muss. Computer können ausfallen, die Präsentation streikt oder der Beamer gibt kurz vor dem Vortrag, oder auch gerne mittendrin, den Geist auf und verabschiedet sich mit einem leisen Pling. Alles schon passiert und ein professioneller Redner ist auch auf solche Situationen vorbereitet.

Zum einen kennen souveräne Redner ihren Vortrag wie aus dem FF. Die Präsentation ist schmückendes Beiwerk und dient eher als Leitlinie – im Falle eines Falles kann jeder Vortrag auch ohne eine PowerPoint-Präsentation gehalten werden. Um wirklich auf Nummer Sicher zu gehen ist es auch sinnvoll, zum einen die Technik doppelt dabei zu haben und zum anderen, das Manuskript und die Folien ausgedruckt zur Hand zu haben, so dass man in gewohnter Weise den Vortrag abliefern kann, auch ohne begleitende Präsentation oder mediale Showeinlagen.

Doch auch der Ton kann ausfallen. Hier wird es schon schwieriger, um sich auf eine solche vorzubereiten. Doch je nach Größe des Raums kann ein geübter Redner auch ohne Mikrofon agieren. Für eine Extraportion Souveränität sorgt hier eine Stimmausbildung. Man kann lernen, um mit einer kraftvollen Stimme auch einen großen Raum zu „bespielen“, ohne zu schreien oder das nach 15 Minuten die Stimme komplett versagt.

Beherrscht man diese beiden Disziplinen, dann ist das ein deutliches Plus für die eigene Souveränität, denn man ist hier auf praktisch alle Eventualitäten in Sachen Technik vorbereitet. Sinnvoll ist es natürlich auch, die Technik vorher zu testen. Doch dazu gleich mehr.

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2. Wie fördert es die Souveränität, wenn man sich auf den Vortrag einstimmt?

Bevor die Gäste eintreffen ist es sinnvoll, den Raum und die Bühne zu inspizieren. Dazu gehört ein technischer Check von Laptop, iPad, Fernbedienung und Beamer. Hier kann man, wenn man rechtzeitig vor Ort ist, in aller Ruhe alle Einstellungen testen, den Beamer ausrichten oder mit der Haustechnik technische Probleme lösen. Von daher tut es der eigenen Souveränität gut, wenn man nicht in letzter Minute eintrifft und direkt aus dem Auto, ohne weitere Vorbereitungen, direkt auf die Bühne geht. Ein Profi geht dieses Risiko niemals ein und ist lieber viel zu früh am Ort und hat genügend Zeit, um alles in Ruhe einzurichten und zu testen.

Außerdem können hier auch mit der Haustechnik die Einstellungen für das Licht besprochen werden, die Flip-Chart-Stifte werden einem Test unterzogen (und ggf. ausgetaucht) und auch das Mikrofon kann ausgiebig getestet werden. Bei einem solchen Test kann man viele kleine Stolpersteine schon von Anfang an aus dem Weg räumen – was gut für die eigene Souveränität ist.

Bevor die ersten Gäste kommen, sollte man sich nun noch in aller Ruhe mental auf den eigenen Beitrag einstimmen und sich direkt auf der Bühne einlaufen. Für die eigene Souveränität ist das extrem wertvoll.

Der letzte Check besteht darin, die eigene Kleidung zu prüfen, gegebenenfalls die Schuhe noch einmal zu polieren, den Hosenschlitz zu prüfen (und gegebenenfalls zu schließen) und wenn alles passt, dann ist man bereit für den Kontakt zum Publikum. Hier bietet es sich gegebenenfalls an, dass man vorher im Vorraum mit einigen Teilnehmern Kontakt aufnimmt und etwas Smalltalk hält. Dadurch kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen kommt man selbst auf „Betriebstemperatur“ und zum anderen lässt sich so auch die Grundstimmung aufnehmen und schon von Anfang an eine Verbindung zum Publikum aufbauen. So erhält man ein gutes Fundament für einen souveränen Auftritt.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Als souveräner Referent ist man im Vorfeld zu allen Menschen, die einem begegnen, höflich, zuvorkommend und wertschätzend (sollte man eh immer sein!). Man weiß nie, wer von diesen Menschen, die einem beispielsweise im Hotel über den Weg laufen, nicht später im Raum sitzt und dem Vortrag beiwohnt.

3. Videobeispiel: Souveräne Präsentation halten

4. Wie betritt man als Redner souverän die Bühne?

Auch hier liegt die eigentliche Kraft der Souveränität in der Vorbereitung. Das bedeutet, dass man mit dem Veranstalter rechtzeitig klärt, wer die Anmoderation übernimmt, wie diese sich gestaltet und ob es eine kurze Begrüßung mit Handschlag auf der Bühne gibt oder ob ein Vorredner den nächsten Referenten vorstellt und wenn ja, wie. Hier sollte schon im Vorfeld genau abgestimmt werden, wer was sagt und welche Punkte ausgespart werden. Insbesondere bei Namen, Titeln und dem Vortragstitel muss man hier besonders aufpassen, damit die Anmoderation nicht zum Stolperstein wird.

Nach der Anmoderation verlässt der Moderator dezent die Bühne und der Referent ist nun der „King im Ring“ – es ist nun seine Bühne und er ist der Chef. Ein souveräner Referent beginnt mit einer Pause, Blickkontakt zum Publikum und einer starken Aussage, die wachrüttelt und das Interesse der Teilnehmer am Vortrag bzw. dem Thema weckt.

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5. Wie geht man souverän mit Störungen während des Vortrags um?

Bei jeder Art von Störung gilt grundsätzlich, Ruhe bewahren und souverän weitermachen. Natürlich kommt es hierbei immer auf die Art der Störung an. Gibt es technische Probleme, dann gilt es diese zu überspielen, so dass die Teilnehmer idealerweise nichts davon mitbekommen. Ist man gut vorbereitet, dann werden die wenigsten etwas von den Problemen mitbekommen, denn die Teilnehmer wissen ja nicht, was sie erwartet. Von daher ist hier Souveränität und Ruhe der beste Ratschlag.

Handelt es sich um eine Störung aus dem Publikum, weil beispielsweise ein Gast lärmend und zu spät den Raum betritt oder ein Gast fällt lautstark vom Stuhl, dann heißt es auch hier: In der Ruhe liegt die Kraft. Hier muss der Referent ebenfalls Ruhe bewahren. Gegebenenfalls wechselt er die Position auf der Bühne, er verlässt die Bühne, um dem Gast charmant aufzuhelfen, oder, oder, oder. Letztlich gilt es, die Störung einfach auszuhalten und souverän damit umzugehen.

Etwas anders sieht es aus, wenn sich ein Teilnehmer bewusst oder unbewusst störend verhält. Ist das der Fall, dann sollte man das erste Mal die Situation ignorieren, beim zweiten Mal die Störung mit einer Pause quittieren und danach mit einer klaren Ansage reagieren. Hier braucht es nicht nur Souveränität, sondern auch Erfahrung, um mit solchen Situationen umzugehen.

Die dritte Möglichkeit der Unterbrechung sind Zwischenfragen und Kommentare einzelner Teilnehmer. Auf Zwischenfragen kann man, wenn es passt, direkt eingehen, Kommentare sollte man gegebenenfalls ignorieren. Kann eine Zwischenfrage nicht beantwortet werden und ist ein Kommentar an dieser Stelle zu prägnant, aber höchst unpassend, dann ist es ideal, wenn man hier auf das Ende des Vortrags und auf eine Frage-Antworten-Runde verweist oder man bietet an, diese Frage unter vier Augen in einem persönlichen Gespräch zu klären. Im Falle eines Falles ist es für die eigene Souveränität förderlich, wenn man sich bewusstmacht, dass man Chef der Situation und der Bühne ist.

6. Wie beendet man souverän den Vortrag?

Jeder gute Vortrag hat ein gut inszeniertes Finale mit einer packenden Aussage und einer stimmigen Verabschiedung, so dass die Teilnehmer wissen, dass jetzt Schluss ist. Idealerweise sollte auch die Verabschiedung mit dem Veranstalter im Detail besprochen werden und gegebenenfalls wird auch hier eine Abmoderation im Detail abgesprochen.

Wichtig hierbei ist, dass man sich auch am Schluss souverän verhält und dem Publikum die Chance gibt, den Beitrag mit angemessenem Applaus zu honorieren. Das heißt also, nicht sofort die Bühne verlassen, sondern den Applaus genießen.

Kommt eine Abmoderation, dann sollte diese, wie schon bei der Anmoderation, abgestimmt werden, damit zum Schluss ein rundes Abschiedsszenario entsteht. Wichtig hierbei ist, dass ggf. ein Handschlag abgestimmt (und ggf. geprobt) und auch abgestimmt wird, was nachfolgend passiert. Danach heißt es für den Referenten, die Bühne zu verlassen.

Doch Achtung! Wichtig ist, dass jetzt das Mikrofon ausgeschaltet wird. Nichts ist unglücklicher, als wenn das Mikrofon noch eingeschaltet ist und die Teilnehmer so Zeuge von eventuell privaten Unterhaltungen oder Zaungast beim Toilettenbesuch werden. Auch das ist alles schon passiert.

7. Fazit

Eine gute Vorbereitung ist für einen souveränen Auftritt als Referent ein absolutes Muss. Letztlich braucht es aber nicht nur Vorbereitung, sondern auch jede Menge Erfahrung, um auf alle nur denkbaren Situationen vorbereitet zu sein. Doch je besser man vorbereitet ist und je mehr Erfahrung man hat, umso souveräner ist man als Referent.

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