Leitbildentwicklung: Hier Moderatoren und Berater zur Leitbildentwicklung!

Externe Moderatoren bzw. Berater unterstützen mit ihrer Beratung bei der Leitbildentwicklung. Wichtig ist, dass nicht einfach mit der Leitbildentwicklung begonnen wird, ohne die Betroffenen mit einzubeziehen. Da außenstehende Moderatoren bzw. Berater aus einer sachlichen Distanz heraus eine Beratung bei der Entwicklung eines Leitbildes bieten, tragen deren Impulse entscheidend zum Gelingen eines Leitbildes bei, welches von allen Betroffenen getragen bzw. gelebt werden kann.

Nachfolgend wird das Thema Leitbildentwicklung näher betrachtet.

Moderator bzw. Berater für Leitbildentwicklung

Prof. Dr. Gerdum Enders

Redner · Berater

Denken Sie einfach: Alles ist Zeichen, alles hat Bedeutung


1. Was vermittelt ein Leitbild?

Wie schweißen Führungskräfte ihr Team so zusammen, dass diese gemeinsam am Seil in die gleiche Richtung ziehen? Letztlich geht es immer darum, im Team ein Treibhausklima für ein wertschätzendes, kreatives und produktives Miteinander zu schaffen. Ein solches Klima entsteht nicht über Nacht, kann nicht von oben angeordnet werden und ist immer ein Prozess, an dem das ganze Team mitgestalten sollte. Genau zu diesem Zweck gilt es, ein Leitbild für das Team zu entwickeln. Dieses zeigt, wofür das Team steht, welche Stärken gebündelt werden und es vermittelt auch, wo die Reise hingeht.

Zuerst gilt es, den Begriff Leitbild zu definieren. Ein Leitbild definiert kurz, knapp und präzise die strategische Ausrichtung eines Unternehmens bzw. einer Abteilung. Aus dem Leitbild lässt sich das Ziel und die grundsätzliche Richtung ableiten, so dass alle im Unternehmen bzw. im Team wissen, was der eigentliche Sinn und Zweck der Tätigkeit ist.

Folgende Punkte werden bei der Leitbildentwicklung aufgegriffen:

  1. Beschreibung der Vision des Unternehmens,
  2. Definition einer Mission,
  3. Entwicklung von Hypothesen für die Zukunft,
  4. Strategieentwicklung, um ein definiertes Ziel effizient und effektiv zu erreichen und
  5. Festlegung von zentralen Regeln, Werten, Prinzipien und Glaubenssätzen, an denen sich alle im Unternehmen/Team orientieren.

Diese fünf Bereiche dienen als Spannungsbogen, um alle relevanten Bereiche und Aktivitäten abzudecken. Doch es geht nicht nur darum, Themen oder einzelne Aktivitäten abzudecken. Vielmehr dient das Leitbild dazu, die Mitarbeiter eines Teams bzw. Unternehmens zu vereinen und auf eine gemeinsame Richtung und ein gemeinsames Ziel einzuschwören. Zusätzlich, und das ist wahrscheinlich die wichtigste Aufgabe, gilt es, einen Kanon von Grundwerten für das gemeinsame Miteinander festzulegen.

Ein Leitbild kann für Führungskräfte ein extrem wirkungsvolles Werkzeug sein, um ein Team zusammenzuschweißen. Doch oft führt das Leitbild in Unternehmen nur ein Schattendasein. Da hätte man sich dann im Nachhinein betrachtet die Leitbildentwickung sparen können

Die Ursache hierfür ist schnell gefunden: Viele Leitbilder hängen bestenfalls nur wie Kalendersprüche in den Fluren des Unternehmens, doch keiner im Unternehmen hat dazu eine Verbindung. Mehr noch, oft steht das Leitbild schon seit Jahren fest – was gut ist – doch zwischenzeitlich haben die Mitarbeiter im Unternehmen gewechselt. Für neue Mitarbeiter ist das Leitbild somit nicht existent. Kein Leitbild kann unter diesen Bedingungen irgendeine Wirkung entfalten.

Das ist schade, denn ein Leitbild hat die Kraft, um Sinn und Zweck des Unternehmens für Mitarbeiter und Kunden auf den Punkt zu bringen.

2. Aus welchen Zutaten setzt sich die Leitbildentwicklung zusammen?

Zuerst die Aufgabenstellung:

  1. Das Leitbild gibt eine grundsätzliche Richtung eines Unternehmens bzw. einer Abteilung von.
  2. Jeder Mitarbeiter nutzt das Leitbild, um den Sinn und Zweck seiner Tätigkeit zu erkennen.
  3. Ein Leitbild ist wie ein Leuchtturm. Es gibt Orientierung in Sachen Regeln, Werte, Prinzipien und Glaubenssätzen.

Dabei werden oft verschiedene Begriffe durcheinander geworfen. Neben dem Leitbild gibt es noch die Mission bzw. das Mission-Statement. Die Unterschiede liegen hierbei im Detail:

  • Eine Vision vermittelt das WARUM vermittelt,
  • die Mission beschreibt das WIE und
  • die Strategie definiert das WAS.

Am Ende hat das Leitbild die Aufgabe, kurz, knapp und präzise die wesentliche Aufgabe des Unternehmens in einem packenden Satz zu verdichten.

Es gilt bei der Leitbildentwicklung – gerne auch unter Zuhilfenahme von Berater oder Moderatoren, drei zentrale Fragen zu beantworten:

  1. Welches Problem wird gelöst?
  2. Wie wird das Problem gelöst?
  3. Für wen wird das Problem gelöst?

Diese drei Fragen gilt es für das Unternehmen und jede einzelne Abteilung mit einem Fokus auf den Kunden so zu beantworten, dass am Ende idealerweise ein griffiger Satz steht. Natürlich kann dieser eine Satz nicht für alles vermitteln. Unter diesem Satz gibt es weitere Ebenen, die die Mission und Strategie beschreiben. Je tiefer man hier einsteigt, umso konkreter wird der Leitbildentwurf.

So schafft das Leitbild Orientierung für jeden einzelnen Mitarbeiter. Dadurch entsteht eine Art roter Faden für das Unternehmen, so dass alle Projekte, Aufgaben und Vorhaben sich daran ausrichten.

3. Wie hilft ein Moderator bzw. Berater bei der Leitbildentwicklung?

Die Wirkung von einem guten Leitbild entsteht zwar im Unternehmen, doch die eigentliche Wirkung entfaltet sich außerhalb des Unternehmens, nämlich beim Kunden. Ein gutes Leitbild konzentriert sich auf die vorhandenen Stärken und Nutzenmaximierung.

Ein schlechtes Leitbild stellt Wachstum, Umsatz und Gewinn in den Mittelpunkt. Hier zählt Gewinnmaximierung. Doch Gewinnmaximierung ist ein schlechter Ansatz, denn hierüber lassen sich nur bedingt Sinn und Zweck eines Unternehmens vermitteln.

Nachfolgend ein Beispiel aus einer Vertriebsschulung. Hierbei geht es um die Frage, was Kunden wirklich wollen.

Wie würde ein Berater oder Moderator den Nutzen einer Unternehmung erfragen?

  • Kunden sind auf der Suche nach einem 10 mm-Bohrer.
  • Doch was wollen Sie wirklich?
  • Richtig, die Kunden wollen nicht den Bohrer, sondern Löcher in der Wand.
  • Doch ist das die finale Antwort? Nein!
  • Kunden sind vielleicht auf der Suche nach einer Lösung, um etwas an Wänden zu befestigen.

Hier ist es absolut sinnvoll, den Fokus zu verändern und zu hinterfragen, was Kunden wirklich wollen und wofür sie eine Lösung suchen. Über diesen Weg lässt sich dann Schritt für Schritt ein Leitbildentwurf entwickeln.

Über diesen Entwurf sind die wichtigsten Fragen zu beantworten. Hier noch einmal die entscheidenden Fragen zum besseren Verständnis für die Leitbildentwicklung:

  • Welches Problem wird gelöst?
  • Wie wird das Problem gelöst?
  • Für wen wird das Problem gelöst?
  • Welcher Nutzen wird dabei gestiftet?
  • Wie gelingt es, die Welt zu einem besseren Ort zu machen?

Diese und ähnliche Fragen helfen dabei, die Denkrichtung zu verändern. Fragen sind hierfür ideal, denn diese verändern den Zustand und lassen uns in eine neue Richtung blicken. Dadurch lässt sich in einem Team-Workshop geleitet von einem Berater oder Moderator leicht ein Leitbild entwickeln.

4. Video: Grundlagen - Strategie & Leitbild einfach erklärt

5. Fazit: Das Leitbild steht nun durch die Beratung– und nun?

Wurde ein griffiges Leitbild formuliert, dann gilt es, dieses in der Praxis mit Leben zu füllen. Aber: Kein Leitbild ist für die Ewigkeit. Da jedes Leitbild auch etwas mit einer strategischen Ausrichtung zu tun hat ist klar, dass diese Ausrichtung, und damit auch das Leitbild, in regelmäßigen Abständen überprüft und aktualisiert werden sollte.

Die regelmäßige Überprüfung mithilfe externer Moderatoren oder Berater lohnt sich, denn dadurch wird ein einheitliches Gesamtbild bewahrt und die Energie im Unternehmen richtet sich automatisch daran aus. Wichtig hierbei ist, dass ein Leitbild nicht immer komplett über den Haufen geworfen wird, sondern sich über die Zeit organisch weiterentwickelt. Dieses behutsame Vorgehen hilft dabei, damit Leitbild und Unternehmen weiter zusammenwachsen.



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