Turnaround Berater: Hier finden Sie viele Turnaround Berater!

Berater führen eine Turnaround Beratung durch, sobald ein Unternehmen in eine schwierige Lage geraten ist. Ein solcher Turnaround ist nicht nur immer notwendig, weil die Wirtschaftslage die unternehmerische Zukunft gefährdet. Oft stellen Berater in ihrer Beratung fest, dass auch Fehler und Fehlentscheidungen im Unternehmen für die prekäre Lage sorgen.


1. Was versteht man unter einem Turnaround?

Unter dem englischen Begriff Turnaround werden unterschiedliche Maßnahmen zusammengefasst, um ein Unternehmen vor der Zahlungsunfähigkeit oder gar der Insolvenz zu bewahren. Berater streben eine unternehmerische Kehrtwende an, um Schlimmeres zu vermeiden.

Für einen Turnaround gibt es meist jede Menge gute Gründe, doch zuerst sind sich alle einig: Die – vermeintliche – Ursache ist die allgemeine Marktsituation. Doch betrachtet man aktuelle Beispiele genauer, dann wird schnell deutlich, dass zwar die veränderte Marktsituation EINE mögliche Ursache ist, doch als pauschale Ursache taugt diese Einschätzung meist nicht. Darum benötigen Berater oft auch ein gutes diplomatisches Geschickt, um ihre ermittelten Ursachen den Führungskräften zu kommunizieren.

Es ist egal, wie es zur Schieflage gekommen ist. Es ist Zeit, um etwas zu unternehmen, um die Wende des Unternehmens mithilfe von Berater einzuleiten und den Turnaround zu schaffen. Also eine Metamorphose vom sanierungsbedürftigen hin zum florierenden Unternehmen zu meistern.

2. Worum geht es bei einer Turnaround Beratung?

Gesunde Unternehmen können meist aus dem Vollen schöpfen. Hier stehen Maßnahmen zur stärkeren Kunden- und Qualitätsorientierung im Mittelpunkt. Bei einem Turnaround-Kandidaten sieht das gänzlich anders aus, denn meist ist hier Geld mehr als knapp und die Insolvenz steht unmittelbar vor der Tür – oder hat auch schon mal angeklopft.

Das Wichtigste beim Turnaround ist die Fokussierung auf das Wesentliche: Also sinnvolle Einsparmaßnahmen, Verhandlungen mit Gläubigern, Banken usw. Berater helfen bei der Organisation und Argumentation. Für das Turnaround Management geht es darum, das Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren und eine Wende vom Misserfolg hin zum Erfolg zu meistern. Dabei ist das allerwichtigste, sofort einen Richtungswechsel vorzunehmen.

Hier ist Umdenken angesagt, um von einem negativen zu einem positiven Cashflow zu kommen.

3. In welche Phase gliedern Berater den Turnaround?

Ein Turnaround ist keine einzelne Maßnahme, sondern vielmehr ein systematischer und kontinuierlicher Prozess, der über einen längeren Zeitraum hinweg durchgehalten werden muss. Ist in einem Unternehmen die kritische Situation erkannt und man auch bereit, entsprechend gegenzulenken, dann steht der Turnaround in vier Phasen an.

Was ist beim Turnaround in der ersten Phase zu tun?

Nichts geht mehr und der Crash steht vor der Tür. Primär geht es in der ersten Phase darum, die Liquidität zu sichern. Liquidität ist alles. Ohne Liquidität ist alles nichts. Parallel zur Liquidität gilt es, die Kernaufgaben des Unternehmens am Laufen zu halten, um an dieser Front Schlimmeres zu vermeiden. Sowohl für Mitarbeiter, Geschäftspartner, Lieferanten oder Anteilseigner gilt es, klar zu vermitteln, dass man sich der aktuellen Situation bewusst ist und handelt.

Turnaround Berater helfen unter anderem dabei, klare Prioritäten zu setzen und Verantwortlichkeiten zu definieren.

Zusätzlich gilt es auch, schnell und konkret Maßnahmen zu ergreifen, um die ersten ersichtlichen Mängel schnellstmöglich zu beseitigen. Parallel dazu gilt es auch, Interessen und Aktivitäten aller Betroffenen zu koordinieren und transparent zu agieren. Es auch darum, Vertrauen in die Durchführung und Durchführbarkeit herzustellen.

Was passiert in der zweiten Phase eines Turnarounds?

Nachdem die Liquidität gesichert ist und die ersten Maßnahmen für die Wende eingeleitet sind, geht es nun zuerst um die Aufnahme der aktuellen IST-Situation. Hierzu muss praktisch alles auf den Prüfstand gestellt werden, um zu entscheiden, wie es konkret weitergeht. Alles muss erfasst und auf Chancen und Möglichkeiten hin analysiert werden, um am Ende ein umsetzbares Konzept für die Neuausrichtung bzw. die Restrukturierung zu erarbeiten.

In dieser Phase geht es darum, die IST-Situationen zu erfassen, Entscheidungen zu treffen, neue Ziele zu definieren und kreative Wege zum Ziel zu finden.

Was sind die Kennzeichen der dritten Phase eines Turnarounds?

In der dritten Phase geht es um die konsequente Umsetzung aller Entscheidungen und beschlossenen Maßnahmen. Neue Konzepte werden realisiert. Die organisatorische und strategische Restrukturierung wird an allen relevanten Stellen Schritt für Schritt umgesetzt. Neben den internen Prozessen und Abläufen gilt es auch, das Sortiment der Produkte, Angebote, Lösungen und Leistungen auf eine möglichst passende Zielgruppe zuzuschneiden. Es geht darum, eine möglichst lukrative Zielgruppe bestmöglich mit den richtigen Lösungen zu erreichen, um zeitnah Einnahmen zu generieren und die Liquidität zu stärken.

Wie sieht die vierte und wichtigste Phase des Turnarounds aus?

In der vierten und letzten Phase geht es darum, alle strukturellen Veränderungen fest im Unternehmen zu verankern, ohne sich dabei zu früh zurückzulehnen. So manche Turnaround Berater haben schon bemerkt, dass genau dieser Fehler oft gemacht wird: Vor lauter Zufriedenheit wird mitten im Prozess aufgehört - und das Unternehmen wird nicht weiter fit für die Zukunft gemacht. Fatal, wenn hier das aktuelle Momentum nicht genutzt wird, um den Turnaround konsequent weiter voranzutreiben.

4. Reportage: Ein Familienunternehmen und die Insolvenz

5. Was ist für eine erfolgreiche Turnaround Beratung nötig?

Wie bei jedem guten Rezept braucht auch ein erfolgreiches Turnaround die passenden Zutaten:

  1. Das Konzept für den Turnaround muss realistisch und realisierbar sein. Die Stärken und Schwächen des Unternehmens, unter Berücksichtigung der aktuellen Situation, müssen schonungslos ehrlich mit einbezogen werden. Hierbei können Berater oft sehr gut helfen, da sie eine nüchterne Distanz haben - und somit alles aus einer anderen Perspektive sehen.
  2. Ein Turnaround braucht zwingend ein erfahrenes Management, denn in dieser Phase gibt es keinen Raum für Experimente oder gravierende Fehler. Berater können hier mit ihrer Expertise entscheidend unterstützen. Denn schwierige Entscheidungen müssen getroffen werden, die im Idealfall gleich die richtigen sind.
  3. Es braucht ein hohes Maß an Durchsetzungsfähigkeit des Managements. Die neuen Pläne, Ziele und Visionen müssen auch gegen Widerstände im Unternehmen umgesetzt werden, auch wenn die Meinung vorherrscht, dass die Zeit alles von alleine regelt.

6. Fazit

Nicht alle Situationen sind so ausweglos, wie sie zuerst erscheinen. Mit Erfahrung und einem kühlen Kopf lassen sich schnell Entscheidungen treffen und umsetzen, um das Unternehmen zu retten. Entscheidend ist jedoch, dass nicht nur die internen Strukturen umorganisiert werden, sondern dass auch die Produkte, Angebote, Lösungen und Leistungen kritisch geprüft werden. Denn letztlich geht es auch darum, wieder wettbewerbsfähig zu sein und eine lukrative Zielgruppe zu erreichen.

Außerdem ist ein Turnaround auch als Chance zu verstehen. Manche Unternehmen stehen danach sehr viel besser da, als vor der Krise. Bestes Beispiel ist hier Apple. Ende der 90er Jahre waren sie annähernd zahlungsunfähig. Ohne Hilfe von Microsoft hätte das wohl das Ende von Apple sein können. Doch betrachtet man heute den Unternehmenswert über die letzten Jahrzehnte hinweg, dann sieht es fast so aus, als wenn Apple die ersten 20 Jahre lang Anlauf genommen hat, um dann nach der großen Krise Ende der 90er Jahre durchzustarten. Der Rest ist schon heute Geschichte.



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