Berater Design Thinking - hier finden Sie Design Thinking Berater!

Seit einigen Jahren macht die Wortkombination Design Thinking die Runde. Gerade im Bereich Innovationen für Produkt- und Servicedesign spielt Design Thinking eine entscheidende Rolle. Im Kern dreht sich alles darum, Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und ein Produkt bzw. Service um ihn herum so aufzubauen, dass praktisch alles selbsterklärend und einfach zu handhaben ist. Berater können hier entscheidend unterstützen.

Berater Design Thinking:

Prof. Dr. Benedikt Hackl

Redner · Berater

Hier spielt die Musik – Wie HR wieder an Relevanz gewinnt.


1. Video: Was ist Design Thinking?

2. Warum braucht es einen Berater für Design Thinking?

Klassische Innovationen in Unternehmen gehen von vorhandenen Ressourcen und dem Machbaren aus. Ideen werden miteinander kombiniert, die Machbarkeit wird überprüft, Funktionen werden umgesetzt. Wenn alles passt, dann wird das fertige Produkt oder die Dienstleistung auf den Markt gebracht.

Das alles läuft meist über die Aufgabenstellung: „Wir haben eine Lösung, jetzt brauchen wir nur noch das passende Problem!“

Doch diese Vorgehensweise hat entscheidende Nachteile, denn auf diesem Weg wird meist extrem viel Geld verbrannt für Innovationen, die am Markt durchfallen. Schnell haben Unternehmen begriffen, dass der Kunde hier mehr in den Fokus gestellt werden muss.

Berater versuchten früher oft mit Umfragen herauszufinden, was Kunden sich wünschen. Die Idee klang vom Ansatz her gut, doch leider wissen Kunden oft nicht, was sie sich wirklich wünschen. Wenn man sie fragt, was sie wollen, dann erhält man andererseits hier als Ergebnis die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau. Letztlich hat man so nur versucht, es allen möglichen Kunden gleichermaßen Recht zu machen. Doch die Ergebnisse hatten am Ende so viele Funktionen und Möglichkeiten, dass praktisch keiner mehr wusste, was er eigentlich wofür genau gebrauchen soll. Schlimmer noch, manche Produkte waren so überfrachtet mit Möglichkeiten, dass diese auch gar nicht mehr bedient werden konnten.

Doch wollen Kunden immer umfangreichere Produkte, die sie nicht mehr beherrschen? Sicherlich nicht! Genau an dieser Stelle setzt der Berater für Design Thinking an und die Usability erhält die Kraft, die Kunden brauchen und lieben.

3. Was sind die Grundlagen von Design Thinking?

Design Thinking geht von drei Hauptdisziplinen aus, die am Ende zum Ziel führen:

  1. Verstehen,
  2. Entdecken und
  3. Umsetzung.

Die Ursprünge von Design Thinking gehen auf David Kelly, Terry Winograd und Larry Leifert von der Stanford University zurück. Zentraler Grundgedanke von Design Thinking ist, dass nur interdisziplinär aufgestellte Teams mit einem weiten Blick über den Tellerrand echte Innovationen erschaffen können.

Dabei zielt der eigentliche Prozess darauf ab, verschiedene Erfahrungen, Meinungen und Perspektiven bezüglich einer Aufgabenstellung unter einen Hut zu bringen. Oft kommen hier unterschiedliche Disziplinen zusammen, wie beispielsweise Psychologie, Maschinenbau, Philosophie, Informatik, BWL, Soziologie etc.

Am Ende geht es darum, innovative Produkte und Dienstleistungen auf die Bedürfnisse von Menschen auszurichten. Dieses Ziel dient als Grundlage für Design Thinking und definiert den bestmöglichen Raum für echte Innovationen in der Schnittmenge von Mensch, Technologie als auch Wirtschaft. Somit entstehen Innovationen in einem Spannungsfeld aus Attraktivität, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

4. Wie wird im Design Thinking Prozess der Mensch in den Mittelpunkt gestellt?

Design Thinking orientiert sich am Menschen. Einerseits an seinen Wünschen, Bedürfnissen und Anforderungen, andererseits auch an seinen Regeln, Werten, Prinzipien und Glaubenssätzen. Nimmt man alles zusammen, dann erhält man so ein tiefes Verständnis für Kunden. Diese Einsicht ist ein idealer Startpunkt, um eigene Ideen zu generieren, zu testen und letztlich das Endergebnis marktreif umzusetzen.

Im Einzelnen ergeben sich daraus folgende Schritte:

  1. Bedürfnisse der Zielgruppe beobachten, identifizieren und verstehen.
  2. Die gesammelten Einsichten als Startpunkt für die Ideenfindung nutzen.
  3. Frühzeitig werden Prototypen erstellt, um diese zu testen und weitere Möglichkeiten zu evaluieren.
  4. Der Fokus liegt hierbei nicht auf der fertigen Ausarbeitung von Ideen, sondern es geht vielmehr darum, durch Experimentieren und Beobachten neue Einsichten zu erhalten.
  5. Durch Wiederholen und Austauschen einzelner Schritte erhält man so ein Verständnis für das Problem, eine mögliche Lösung und wie Nutzer damit umgehen.
  6. Am Ende steht ein fertiges Produkt, eine Dienstleistung oder ein Prozess, der am Markt eingeführt wird.

Wichtig hierbei ist, dass verschiedene Disziplinen, wie beispielsweise Psychologie, Maschinenbau, Philosophie, Informatik, BWL und Soziologie zusammenkommen und einen jeweils anderen Fokus auf ein und das selbe Detail mit sich bringen.

5. Welche sechs Schritte bringt ein Berater beim Design Thinking zusammen?

Der Prozess von Design Thinking führt nicht direkt von A über B zu C. Vielmehr geht es darum, das gesamte Alphabet durchzuspielen, so dass User am Ende barrierefrei von A bis Z kommen, ohne dabei einen Gedanken zu verlieren.

Deshalb nutzt Design Thinking sechs einzelne Schritte, um zum Ziel zu gelangen:

Schritt 1: Verstehen

Zuerst geht es darum, die eigentliche Problemstellung und die potenzielle Zielgruppe zu verstehen. Es geht also weniger um eine Problemlösung, sondern vielmehr gilt es herauszufinden, wie User das Problem wahrnehmen und wie sie es gelöst haben wollen. Entscheidend ist die Beobachtung aus verschiedenen Sichtweisen heraus.

Schritt 2: Gesamtbild

Durch die verschiedenen Sichtweisen werden die Beobachtungen durch unterschiedliche Brillen zusammengebracht und im Dialog miteinander besprochen. Ziel dabei ist es, ein Gesamtbild zu erhalten und anhand dieses Bildes mögliche Lösungsansätze zu skizzieren.

Schritt 3: Ideenfindung

Auf Basis der möglichen Lösungsansätze werden im Arbeitsschritt der Ideenfindung die bestmöglichen Ideen zusammengebracht und auf den Prüfstand gestellt. Wobei es an diesem Punkt nur um die Attraktivität der Lösung geht – Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit stehen (noch) im Hintergrund.

Schritt 4: Prototyping

Die besten Ideen werden als Prototypen umgesetzt. Dabei handelt es sich meist um einfache Modelle aus Pappe, aus dem 3D-Drucker oder auch um reines Storytelling. Wichtig ist, dass die Idee getestet wird, um über diesen Weg neue Ideen und Möglichkeiten zu entdecken.

Schritt 5: Testen, testen, testen

Wurden aus den rohen Prototypen konkrete Produkte entwickelt, dann werden diese direkt in und mit der jeweiligen Zielgruppe getestet. Ziel hierbei ist es, herauszufinden, wie die Zielgruppe mit dem Produkt umgeht, wie das Produkt benutzt wird, wie es wahrgenommen wird und ob es gegebenenfalls auch alternative Handhabungen gibt. Spätestens hier zeigt sich, welche Idee funktioniert, welche anders als gedacht funktionieren und welche Ansätze keine Chance haben.

Schritt 6: Implementieren

Passt alles und ist das Produkt bzw. der Prozess marktreif, dann geht es im letzten Schritt darum, das Produkt, die Dienstleistung oder den Prozess im großen Maßstab einzuführen. Wichtig ist an dieser Stelle, dass einzelne Faktoren weiterhin unter Beobachtung stehen, so dass nach und nach das Ergebnis nachreift und über verschiedene Iterationsschritte hinweg optimiert wird.

6. Welche Ratschläge gibt ein Berater zum Design Thinking Prozess?

  1. Design Thinking gehört von Anfang an in den Innovationsprozess, denn Design Thinking ist eine Strategie für einen gesamten Prozess und keine Taktik, um an einzelnen Punkten bessere Ergebnisse zu erzielen.
  2. Der Mensch steht beim Design Thinking im Mittelpunkt und im Einklang mit wirtschaftlichen und technischen Überlegungen. Erkenne den Menschen und seine Probleme, Bedürfnisse, Wünsche, Herausforderungen, Ziele, Werte, Glaubenssätze, Regeln und Prinzipien.
  3. Wage den Blick über den Tellerrand. Design Thinking entsteht nicht im Büro, in der Werkstatt oder in Testumgebungen, sondern passiert durch die Zusammenarbeit mit Kunden, Konsumenten und Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen.
  4. Große und kleine Vorhaben lassen sich mittels Design Thinking gleichzeitig verfolgen und kontinuierlich im laufenden Prozess verbessern. Durch die große Bandbreite und den Mix entsteht ein gewisses kreatives Potenzial, so dass unterschiedliche Ideen sich gegenseitig beeinflussen.
  5. Starre Rahmen und Regeln, insbesondere bezüglich der Budgetierung, müssen sich dem Prozess anpassen. Design Thinking kann unter Umständen ein extrem schneller Prozess sein. Wird dieser durch einen starren Rahmen und Regeln begrenzt, dann gerät der Prozess zwangsläufig ins Stocken.
  6. Design Thinking braucht einen Pool aus unterschiedlichen Menschen. Idealerweise wird jeder im Unternehmen befähigt, im Sinne von Design Thinking zu denken und zu handeln. Außerdem werden immer wieder externe Berater und Ideengeber engagiert, um hier neue Einsichten zu gewinnen.
  7. Design Thinking besteht aus sechs Schritten. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass alle sechs Schritte konsequent durchlaufen werden. Vermeidliche Abkürzungen können sich als Irrweg herausstellen.

7. Fazit

Design Thinking ist eine extrem wichtige Vorgehensweise, um die Innovation und Kommunikation mit dem Kunden und die gesamte Usability von Produkten, Angeboten, Lösungen, Leistungen und auch von Websites, Apps und anderen Angeboten auf ein neues Niveau zu heben.

Ein erfahrener Berater hilft hierbei, um entweder den gesamten Prozess zu begleiten oder um den Design Thinking Prozess im Unternehmen zu installieren.

Weiteres Wissen zum Thema Design Thinking liefert Wikipedia.

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