Wie stellt man einen Redner vor? Tipps zur Vorstellung von Rednern

Wie kann man einen Redner wirkungsvoll vorstellen? Worauf kommt es an? Was ist zu vermeiden? Wie Sie die Vorstellung eines Redners mit Bravour meistern, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Letztlich geht es darum, dem Redner die Bühne zu bereiten, die Spannung des Publikums zu steigern und ein positives Gesamterlebnis für Gäste und Redner zu schaffen. Doch die Vorstellung lebt davon, den Redner ins rechte Licht zu setzen. Hier gibt es einige Stolpersteine und einzelne Punkte zu beachten.

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Dabei spielt es keine Rolle, ob der Redner im Rahmen eines Vortrags auf der Bühne, im TV oder im Rahmen eines Webinars vorgestellt wird. Die Spielregeln sind überall ähnlich, wenn nicht sogar identisch. Als Gastgeber oder Moderator hat man die Aufgabe, den passenden Rahmen zu schaffen, indem sich das Publikum wohlfühlt und der dem Redner gerecht wird. Außerdem geht es darum, eine thematische Brücke zu bauen, die Neugierde zu wecken und den Redner in einem passenden Licht so zu präsentieren, dass dieser eine gute Figur macht und einen perfekten Start erhält.

Die nachfolgenden Fragen, und die jeweiligen Antworten helfen, um praktisch jeden Redner angemessen vorzustellen.



1. Warum gehört eine gute Vorbereitung zur Vorstellung eines Redners mit dazu?

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein. Doch viel zu oft landet die Vorbereitung auf der langen Bank, so dass am Ende schnell irgendetwas zusammengeschrieben wird, was halbwegs passt, allerdings meist dem Referenten nicht gerecht wird und das Publikum nicht von den Sitzen reißt. Schade, denn praktisch immer wird hier eine riesengroße Chance für einen guten Start verpasst.

2. Wo liegen in der Vorbereitung die primären Stolpersteine?

Diese sind schnell aufgezählt. Ohne eine gute Vorbereitung passiert es meist, dass wenig Inhaltvolles vermittelt wird oder es passiert sogar, dass total falsche Informationen wiedergegeben werden. Aus Dr. Martin Müller wird schnell Professor Markus Müller, er kommt vermeintlich aus Berlin, wohnt aber in Wahrheit in München und hält einen Vortrag zum Thema Marketing 4.0 – spricht aber eigentlich über technische Innovationen, die Unternehmen und Kunden näher zusammenbringen. Sicherlich, diese Darstellung ist ein wenig überspitzt, doch solch ähnliche Vorstellungen von Redner erlebt man leider immer wieder.

Die Ursache liegt dabei immer in der Vorbereitung. Idealerweise sollte man sich mit dem Referenten direkt vor dem Vortrag noch einmal persönlich über alle wichtigen Details abstimmen, damit die Vorstellung korrekt und rund über die Bühne geht und der richtige Referent korrekt präsentiert wird und vor allem, auch der korrekte Vortrag angekündigt wird. Oft sind es nur Kleinigkeiten, doch diese lassen einen Moderator stolpern – zu Lasten des Vortragenden und der Zuhörer. Doch das lässt sich mit einer entsprechenden Vorbereitung leicht vermieden.

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3. Warum sollte man sich bei der Vorstellung des Redners auf das Wesentliche konzentrieren?

Die bestmögliche Vorstellung des Redners konzentriert sich auf das Wesentliche. Es geht hierbei nicht darum, den kompletten Lebenslauf des Referenten zu zelebrieren. Besser ist es, sich auf drei bis fünf echte Höhepunkte zu konzentrieren. Die Wirkung liegt hierbei in der Kürze und die Spannung steigt, wenn man sich auf Höhepunkte konzentriert und diese spannend präsentiert.

Es geht darum, den Teilnehmern eine Idee zu vermitteln, worüber der Redner spricht und wieso sich das Zuhören heute lohnt. Es geht immer um die Inszenierung. Diese sollte in jedem Fall spannend, unterhaltsam und wertschätzend sein.

4. Video: Wie Profis Moderationen vorbereiten

5. Wieso geht es bei der Vorstellung des Redners mehr um den Redner und weniger um den Inhalt?

Wird der Redner vorgestellt, dann stehen hierbei vier Punkte im Fokus:

  1. der Redner,
  2. seine Expertise,
  3. das Thema und
  4. warum das alles für die Zuhörer wichtig ist.

Hier wird schnell deutlich, dass die Vorstellung des Redners kein Co-Vortrag ist. Zu schnell passiert es in der Vorstellung, dass praktisch alle wichtigen Kernbotschaften vermittelt und der Höhepunkt verraten wird. Nach so einer Einleitung braucht der Redner praktisch gar nicht mehr die Bühne zu betreten, denn die Zuschauer wissen ja schon alles. Das ist mehr als ärgerlich für den Redner, denn der Spannungsbogen ist so zerstört und lässt sich kaum wiederaufbauen.

Der Inhalt soll also nur angeteasert, also grob umrissen, werden – der Redner liefert den Rest. Idealerweise stimmt man sich hier im Vorfeld über den Inhalt der Vorstellung des Redners ab, um gerade genug zu verraten, damit die Zuschauer gespannt auf den Vortrag sind.

Redner, die einen Vortrag zum Thema Führung halten:

Daniel Siegenthaler

Redner · Berater · Trainer

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6. Woher kommt der Text, um den Redner vorzustellen?

Idealerweise haben Redner eine Art Spickzettel für die Vorstellung, die sie rechtzeitig dem Moderator zukommen lassen. Auf diesem finden sich oft die wichtigsten Stichpunkte und Highlights, sowie alle Zahlen, Daten und Fakten zum Vortrag. In manchen Fällen hat der Redner sogar die komplette Vorstellung selbst geschrieben. Auf der einen Seite ist das gut, doch auf der anderen Seite wird eine solche Vorstellung dann einfach nur abgelesen. Das wirkt an dieser Stelle komisch, wenig souverän und meist auch vollkommen gestelzt.

Deshalb sollte der Redner immer mit eigenen Worten vorgestellt werden. Das wirkt locker, natürlich und wenn man als Basis den Spickzettel nimmt, dann stimmt auch der Inhalt. Je natürlicher und souveräner dem Redner die Bühne bereitet wird, umso entspannter und besser ist die Vorstellung.

7. Wer steht im Mittelpunkt bei der Vorstellung?

Manche Persönlichkeiten tun sich schwer, die eigene Person nicht in den Mittelpunkt zu rücken. Doch wenn es darum geht, einen Redner vorzustellen, dann steht dieser im Mittelpunkt. Ungünstig ist es, wenn ihm hier schon bei der Vorstellung die Show gestohlen wird. Eine umfangreiche Selbstinszenierung des Moderatoren ist hier absolut unangemessen und fehl am Platz.

Redner, die einen Vortrag zum Thema Globalisierung halten:

Andreas Dudas

Redner · Berater · Trainer

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Querdenker & erfolgreicher Buchautor, Experte für Innovation, IT & Management

Andreas R. Krebs

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8. Warum darf die Erwartungshaltung nur gesteigert und nicht in eine Superlative aufgebläht werden?

Natürlich geht es darum, den Redner in bestmöglichem Licht zu präsentieren. Es gilt, die Spannung zu steigern und eine gewisse Erwartungshaltung zu schüren. Doch entscheidend ist an dieser Stelle, es nicht zu übertreiben. Wird die Erwartungshaltung weit übertrieben, dann tut man hier dem Redner keinen Gefallen. Am Ende wird hier im schlimmsten Fall ein so hoher Druck aufgebaut, dem der Redner nicht gerecht werden kann. Durch eine übersteigerte Erwartungshaltung ist somit der Redner schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Eine positive, wertschätzende und herzliche Vorstellung des Redners ohne Superlative und unnötige Übertreibungen ist in jedem Fall immer die bessere Wahl.

9. Was ist bei der Vorstellung des Redners dringend zu vermeiden?

Unangenehme Momente bei der Vorstellung des Redners entstehen meist aus mangelnder Vorbereitung und fehlenden Absprachen heraus. Nachfolgend noch einmal die wichtigsten Punkte, auf die es bei der Vorstellung des Redners zu achten gilt, bzw. die man unbedingt vermeiden sollte:

  1. Zuschauer interessiert es nicht, dass die Vorstellung vorbereitet oder abgesprochen wurde. Meist kommt es hier nur zu inhaltlosen Floskeln.
  2. Die Aussage, dass die Informationen zum Vortrag im Internet gefunden wurden, interessiert niemanden ernsthaft. Solche Aussagen sind unnötige Lückenfüller.
  3. Der Name des Redners sollte korrekt ausgesprochen und auch alle Titel müssen korrekt wiedergegeben werden. Komplizierte Namen sind im Vorfeld in Lautschrift zu notieren und bezüglich der Nennung von Titeln sollte dies in einer vorherigen Absprache abgestimmt werden.
  4. Der Vortragstitel sollte korrekt wiedergegeben werden, damit Vorstellung und gegebenenfalls die erste Folie mit dem Titel übereinstimmen. Passt das nicht, dann sind die Zuschauer irritiert und fragen sich die ganze Zeit über, worum es denn nun wirklich geht.
  5. Bei der Vorstellung gehört der Name des Referenten an den Schluss. Am Ende geht es darum, einen Spannungsbogen zu erzeugen und die Namensnennung leitet direkt zum Redner über. Wird der Name zu früh ins Spiel gebracht, dann geht das zu Lasten des Spannungsbogens.
  6. Der Spannungsbogen muss korrekt inszeniert und aufgebaut werden, damit das Interesse der Zuhörer geweckt wird. Lenkt man bei der Vorstellung die Aufmerksamkeit zu früh auf den Redner, dann ist das eher ungünstig und geht auch zu Lasten des Spannungsbogens.
  7. Falsche oder veraltete Informationen sollten in jedem Fall bei der Vorstellung des Redners vermieden werden. Eine kurze Abstimmung im Vorfeld hilft dabei, genau das zu vermeiden.
  8. Die Vorstellung des Redners dient dazu, ihm die Bühne zu bereiten. Unpassend ist es hier, sich über den Redner lustig zu machen, zu bewerten oder in direkt zu kritisieren.
  9. Bei der Vorstellung des Redners ist der Spannungsbogen und das Timing entscheidend. Wichtig hierbei ist, dass der Moderator rechtzeitig die Bühne verlässt.
  10. Treten mehrere gleichwertige Redner auf, dann ist es ratsam, diese auch gleichwertig stark vorzustellen.
  11. Bei der Vorstellung des Redners dürfen ruhig Fragen in die Runde gestellt werden. Doch wichtig ist, dass diese Fragen nicht beantwortet werden. Das ist die Aufgabe des Redners. Der Redner steht im Mittelpunkt, nicht der Moderator.

Redner, die einen Vortrag zum Thema Vertrieb halten:

Andreas Buhr

Redner

Als Führungs-und Vertriebsexperte begeistert Andreas Buhr seit über 30 Jahren auf großen Weiterbildungsforen und Kongressen mit seinem Know-how und seinen Thesen zu Vertrieb 3.0 und zu Führung 3.0 .

Kurt-Georg Scheible

Redner · Berater · Trainer · Coach

Redner – Provokativ. Humorvoll. Klar. Deutlich. In seine praxisnahen, packenden und emotionalen Vorträge fließt jahrzehntelange Erfahrung als arrivierter Unternehmer in verschiedenen Branchen ein.

Oliver Schumacher

Redner · Trainer

Oliver Schumacher hält seine Vorträge frei. Da er auch offen über seine eigenen Hemmungen und Fehler im Verkauf spricht, baut er rasend schnell Vertrauen und Interesse beim Publikum auf.



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